Dienstag, 6. Januar 2009

Diesen Text bzw. dieses Gedicht habe ich geschrieben, kurz nachdem ich vom viel zu frühen Tod meines Vaters erfahren habe.
Das Schreiben hilft Dinge zu verarbeiten, die man eigentlich gar nicht verarbeiten will, weil einem so mehr und mehr bewusst wird wie real sie sind und einen damit nur noch mehr verletzen.

Vater

Kein letztes Wort. Kein Abschiedsgruß.
Ich weiß nur, dass ich loslassen muss.
Du warst mein Vorbild wirst es immer bleiben.
Ich werde für dich jede Schwäche vermeiden.
Ich mache weiter für dich, damit du stolz sein kannst auf mich.
Ich will, dass du weißt alles was ich mache, mache ich für dich.
Du bist der Engel der Über mich wacht.
Der Mensch der mich leitet durch die dunkelste Nacht.
Du passt auf mich auf, darauf, dass mir nichts geschieht.
Ich weiß, dass du da oben im Himmel alles siehst.
Deine Zeit war noch nicht gekommen.
Er hat dich zu zeitig zu sich genommen.
Doch ich weiß eines Tages sind wir alle wieder vereint.
Eines Tages kommt der Zeitpunkt an dem man nicht mehr weint.
Es wird lange dauern, das geht nicht von heute auf morgen.
Bitte glaub mir ich werde für George und Celia sorgen.
Ich werde ihnen alles geben, was ich geben kann und mehr.
Für sie weiter zu machen und zu kämpfen fällt mir nicht schwer.
Schwer fällt mir zu glauben, dass es endgültig ist – vorbei.
Meiner Kehle entkommt ein lang gefesselter Schrei.
Ich bin wütend doch nicht auf dich, sondern auf ihn.
Ich stehe auf dem Feld und flehe ihn an auf Knien,
dass er mir wieder gibt, was er zu Unrecht nahm,
dass du mir verzeihst, dass ich zu spät kam.
Warum wurde mir der Abschied von dir verwehrt?
Du bist mein Held ich habe dich immer verehrt.
Vater ich werde dich immer lieben –
ich wünschte mir nur, dass wir länger zusammen blieben.

Deine dich immer liebende Tochter … Linda

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